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Prüfungsangst ist nicht gleich Prüfungsangst: Was eine neue Studie zeigt

„Einfach tief durchatmen" oder „gut vorbereitet sein, dann klappt's schon" – solche pauschalen Tipps gegen Prüfungsangst hören Lernende ständig. Eine aktuelle Studie in der Zeitschrift für Pädagogische Psychologie (Hogrefe) zeigt, warum das oft ins Leere läuft: Prüfungsangst ist kein einheitliches Phänomen, sondern zeigt sich in mindestens fünf klar unterscheidbaren Ausprägungen. Wer allen Lernenden denselben Ratschlag gibt, trifft damit bestenfalls einen Teil von ihnen.

5 Min. Lesezeit·4. August 2026·hypnovital® Redaktion

Fünf Profile statt eines Musters

Für die Studie wurden 696 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 18 Jahren per latenter Profilanalyse – einem statistischen Verfahren, das Personen anhand ähnlicher Antwortmuster zu Gruppen zusammenfasst – untersucht. Das Ergebnis: fünf unterscheidbare Prüfungsangst-Profile, von „Prüfungsängstlichen" mit durchgehend hoher Anspannung über „Besorgte" mit eher gedanklicher Sorge ohne starke Körpersymptome bis hin zu „Gelassenen" und „Unauffälligen" mit kaum ausgeprägter Angst. Die Gruppen unterscheiden sich nicht nur in der Intensität, sondern auch darin, wie sich die Angst zeigt – mal eher körperlich (Herzrasen, Übelkeit, Schlafprobleme vor der Prüfung), mal eher gedanklich (Grübeln, Selbstzweifel, Blackout-Angst).

Warum das für Schulen und Ausbildungsbetriebe relevant ist

Diese Differenzierung hat eine praktische Konsequenz: Ein einzelnes, für alle gleiches Präventionsangebot – etwa nur ein Entspannungsvideo oder nur ein Lerntechnik-Workshop – erreicht typischerweise nur einen Teil der betroffenen Lernenden. Wer vor allem körperlich reagiert, braucht andere Unterstützung als wer vor allem gedanklich in Sorgenschleifen gerät. Für Berufsfachschulen, Lehrbetriebe und Beratungsstellen, die bereits eigene Anlaufstellen für Lernende in Prüfungssituationen betreiben, liefert die Studie damit ein Argument, Angebote breiter und niederschwelliger zu denken – nicht als einmalige Massnahme, sondern als Werkzeugkasten, aus dem sich Lernende je nach eigenem Muster bedienen können.

  • Prüfungsangst ist kein Alles-oder-nichts-Zustand: Die Bandbreite reicht von kaum wahrnehmbar bis stark belastend.
  • Körperliche und gedankliche Angst brauchen unterschiedliche Ansätze: Ein Entspannungstipp allein hilft nicht bei Grübelschleifen, und umgekehrt.
  • Standardisierte Massnahmen erreichen nicht alle: Individuelle, niederschwellige Selbsthilfe-Angebote ergänzen klassische Workshops sinnvoll.
  • Früh ansetzen lohnt sich: Die Studie umfasste Schüler*innen ab 10 Jahren – Prüfungsangst entsteht oft schon lange vor der ersten grossen Abschlussprüfung.

Wer Prüfungsangst wirksam begegnen will, braucht kein einzelnes Patentrezept – sondern unterschiedliche Zugänge für unterschiedliche Muster.

Ein Baustein für den eigenen Werkzeugkasten

Genau hier setzt unser Audio-Programm «Prüfungsangst lösen» (29.90 €/CHF) an: Es arbeitet auf der Ebene unbewusster Angstmuster und kann sowohl bei eher körperlich als auch bei eher gedanklich geprägter Prüfungsangst als individuelle Selbsthilfe-Ergänzung genutzt werden – zusätzlich zu bestehenden Beratungs- und Präventionsangeboten, nicht als deren Ersatz. Eine Untersuchung von Stanton (1994, Australian Journal of Clinical Hypnotherapy) zeigt, dass Hypnotherapie Prüfungsangst signifikant reduzieren und die Prüfungsleistung verbessern kann – mit über Monate stabilen Effekten. Wichtig für die Einordnung: Bei anhaltend starker Prüfungsangst oder begleitenden Symptomen wie Panikattacken ersetzt ein Selbsthilfe-Audio keine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung.

Quellen

  • Studie zu fünf Prüfungsangst-Profilen: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie (Hogrefe), https://econtent.hogrefe.com/doi/10.1024/1010-0652/a000289
  • Studie im Produkt «Prüfungsangst lösen» (hinterlegt in lib/audio-details.ts): Stanton, 1994 – Australian Journal of Clinical Hypnotherapy

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